NPD Kreisverband Koblenz


20.07.2010

Wanderung der NPD-Naheland am Rheingrafenstein in Bad Münster / Ebernburg

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18.07.2010
Als uns die Sonne am frühen Sonntagmorgen vom blauen Himmel zulachte, konnte dieser Tag nur ein voller Erfolg für die ca.: 20 Interessenten, Freunde und Aktivisten der NPD werden, von denen der jüngste mit fast vier Jahren mutig seinen Weg bewältigte.

Wir trafen uns am frühen Morgen im Raum Bad Kreuznach um dort einen ca. 12 km lagen Rundwanderweg gemeinsam zu erklimmen. Nach dem uns eine kleine Fähre auf die andere Seite der Nahe gebracht hatte tauchten wir dann in dichte Wälder und schmale Pfade ein und stiegen so die „Gans“ eines der Naturschutzgebiete um den Rheingrafenstein hinauf bis zum Zweibäderblick der uns eine Atemberaubende Aussicht bot und dann weiter zum Aussichtspunkt auf dem Gipfel. Dort genossen wir die herrliche Aussicht bis weit in den Hunsrück hinein. Hier konnte man seine Gedanken in die Ferne schweifen lassen. Ein schöner Ort!!

Von dort marschierten wir weiter zu unserem Ziel der Burg auf dem Rheingrafenstein. Der Rheingrafenstein selbst ist eine Porphyr-Felsformation und 136 m thront er über der Nahe. Hier angekommen legten wir unsere wohlverdiente Vesperpause ein und erfuhren anhand eines Vortrages wie und warum die Burg Rheingrafenstein entstand, was es mit der gegenüberliegenden „Ebernburg“ auf sich hat und warum die kleine Burgruine unterhalb der Burg Rheingrafenstein den Namen Affenstein trägt.

Hier ein Auszug:
Farbenfrohe Wälder und sonnengesegnete Weinberge prägen hier vor allem das Landschaftsbild. Besonders stolz ist man hier auf die drei Naturschutzgebiete Gans, Rotenfels und Lemberg, wo sich mit etwas Geduld noch seltene - in Deutschland teilweise einmalige - Tiere und Pflanzen entdecken lassen. Im Inneren des Lembergs weisen zahlreiche Stollen und Schächte auf einen ausgedehnten Bergbau hin. Zu einem dieser Stollen gehört das ehemalige Quecksilberbergwerk „Schmittenstollen“, das als einziges seiner Art im westeuropäischen Raum für Besucher geöffnet wurde.

Die Ruine Burg Rheingrafenstein fungierte überwiegend als Raubritternest und als Zollburg. Die Burg wurde im 11. Jahrhundert von den Emichonen (Nahegaugrafen) erbaut. Sie war die Stammburg der Ritter vom Stein, der späteren Wild- und Rheingrafen, und verblieb bis zur Französischen Revolution in deren Besitz. Die Herren von Stein nahmen die Burg im 12. Jahrhundert in ihren Besitz auf. Die Burg Rhein-grafenstein wird aber erst im 13. Jahrhundert zum ersten Male zweifelsfrei genannt. Davor war sie einfach ein dunkles Raubritternest über deren Geschichte ein jeder seiner Fantasie freien Lauf lassen darf. 1196 nennt sich Wolfram von Stein erstmals "Rheingraf", die Bezeichnung übertrug sich so auf die Burg und sie bekam also ihren heutigen Namen. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde die Burg von den Spaniern erobert und 1688 von dem französischen General Melac zerstört. Die Reste wurden 1721 zum Bau einer Saline verwendet. Teile des Berings, der Gewölbekeller, ein paar Treppen zum ehemaligen Wohnturm sowie die Grundmauern des ehemaligen Treppenturms sind noch erhalten. Eine weitere Treppe führt durch einen Felsen auf eine Aussichtsplattform.

Am Südhang des Felsens liegt die Vorburg Affenstein (Afterstein). Schwer zugänglichen, am südlichen Steilabfall des Rheingrafensteins, sind die Reste der Burg zu sehen. Sie liegt ungefähr auf halber Höhe zwischen der Burg Rheingrafenstein und der Nahe. Sie gehörte somit zur Kategorie der Hangburgen und war vermutlich eine Vorburg der Burg Rheingrafenstein und wurde dazu benutzt die Fähr- und Fahrleute anzuhalten und den Zoll zu nehmen. Eine urkundliche Erwähnung der Burg Affenstein ist nur aus dem Jahre 1426 bekannt. Dort wird die Burg als Affensteineunter Ringravensteine benannt. Sie wurde bei einem der vielen Ausbau und Modernisierungsarbeiter an der Burg Rheingrafenstein einfach mit angebaut. Von Ihrem Punkt aus konnte man besser in den Nahelauf sehen und somit auch schneller auf Veränderungen reagieren. Über die Zerstörung der Burg ist nichts bekannt, dürfte aber wohl in Zusammenhang mit der Zerstörung der Burg Rheingrafenstein im Jahre 1688 stehen. Die wenigen noch bestehenden Mauerreste sind aus Bruchsteinen gefertigt. Eine Besichtigung ist auf Grund ihrer Lage nur schwer möglich.

Zur Sage der Burg auf dem Rheingrafenstein bleibt zu berichten: Der Sage nach soll der Teufel die Burg in nur einer Nacht erbaut haben und forderte als Lohn die Seele dessen, der zuerst aus einem Fenster der Burg herausschaute. Der Teufel, sich seiner Sache sicher, der Burgkaplan würde dies zuerst tun, hatte nicht mit der List und Tücke der Frau des Grafen gerechnet. Sie verkleidete einen Esel, ließ ihn aus dem Fenster schauen und so bekam der Teufel den Esel und nicht den Kaplan. Tja Schade

Zur Ebernburg ist zu berichten das sie dem Stadtteil unterhalb der Burg ihren Namen gab. Sie wurde im 11. Jahrhundert von den Saliern erbaut und ihren Namen bekam sie der Sage nach tatsächlich von einem Eber. Dieser spielte nämlich die Hauptrolle bei einer Belagerung, bei der man versuchte, die Burgbewohner auszuhungern, um so die Burg einzunehmen. Als die Vorräte tatsächlich zur Neige gingen, kam der Burgherr auf eine geniale Idee. Er ließ vierzehn Tage lang jeden Tag aufs Neue den einzigen Eber auf den Burghof zerren und ihn auf den Rücken werfen, so als ob er geschlachtet würde, tat dies jedoch nicht. Der Eber schrie in Todesangst so laut er konnte und die Belagerer dachten, es werde jeden Tag ein Eber geschlachtet. Im Glauben, die Burgbewohner hätten Fleisch im Überfluss, zogen die Belagerer schließlich ab und die Burg war gerettet. Zu Ehren des Ebers hieß die Burg von da an Ebernburg.

Nachdem wir alle kulinarisch und kulturell gestärkt und der Körper ausgeruht war, verließen wir die Burgruine wieder und begannen den Abstieg hinunter durch schattige Wälder in das „Huttental“ wo unsere Wanderung am Morgen begann. Dort angekommen machten wir noch einen kleinen Abstecher in den Kurpark, und probierten dann alle das Wasser aus der Heilenden Rheingrafen Quelle. Entlang an den Salinen atmeten wir salzige gesunde Luft ein und ließen uns bei einem weiteren Vortrag über die Funktionsweise und den Aufbau einer Saline bilden. Von dort fuhren wir gemeinsam in eine Gaststätte in der wir unsere gemeinsame Schlusseinkehr hielten und diesen schönen Tag gemütlich ausklingen ließen.
Verfasser: Jens aus dem Naheland

Quelle: http://www.npd-in-rlp.de/


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